02.02.2021

Am 25.01.2021 hatte ich über die Risiken beim Schwärzen von Dokumenten berichtet - und nur 4 Tage später kommt es bei der Veröffentlichung des Vertrags zwischen AstraZeneca und der EU zu Impfstoff-Lieferungen zu einer erheblichen Panne. Hier war zwar der eigentliche Text im Dokument korrekt geschwärzt, aber der Beginn vieler geschwärzter Passagen blieb in den Lesezeichen weiterhin lesbar.

Meine klare Empfehlung: Zum Schwärzen/Zensieren von Text immer eine Kopie des Dokuments erstellen und die vertraulich zu haltenden Passagen komplett löschen bzw. durch echte x-Zeichen ersetzen!

Zwar gibt es auch Tools, die das Schwärzen in PDFs ermöglichen. Aber ich rate davon ab, denn die Erfahrung zeigt, dass zu viele Dinge schief laufen können. Und ein Fehler kann nie wieder repariert werden: Wenn eine Information einmal veröffentlicht wurde, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen.


Die Veröffentlichung in der ersten Version - Während der eigentliche Text geschwärzt ist (rechts), ist in den Lesezeichen der Anfang weiterhin zu lesen (links). Warum auch immer dieser Passus geschwärzt wurde ... (Quelle: European Commission, Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International CC BY 4.0.)

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail...